Isarmärchen
DATUM
Juli
06,
2025
UHRZEIT
20:00 - 22:00
VERANSTALTUNGSORT
Einsteinstr. 42, München

DATUM
UHRZEIT
VERANSTALTUNGSORT

Die bereits nach dem 2. Weltkrieg genderfluide Münchner Volkssängerin Bally Prell wusste schon immer, was das Schönste in München ist: die Isar. Daher komponierte für sie ihr Vater Ludwig Prell „Das Isarmärchen“, das es original, wie in vielen gebrochenen oder traditionellen Variationen bis heute zu großer Bekanntheit als Hommage an München und sein Nachtleben brachte.
Die Zeit der Münchner Volkssänger wie Bally Prell, Wastl Witt, Blädel Schorsch, Liesl Karlstadt und Karl Valentin ist lange vorbei. Die klassische Zeit des Polit-Kabaretts ist mit Schliessung der „Lach- und Schiessgesellschaft“ ebenfalls vorüber. Die Zeiten von pompösen Drag-Shows im „Old Mrs. Henderson“ oder gar eine „Black-‘n’-White-Party“ im Stile von Freddy Mercury in München – passé, wie die Protagonist:innen von damals längst verblichen sind.
Aber die Erinnerung daran ist immer noch hellwach. Doch die Zeiten haben sich geändert. Was damals schön war, ist heute Reminiszenz. Was sich seinen Weg gebahnt hat: das Bewusstsein für die Gleichberechtigung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Trans:personen. Was von Bally Prell bekannt ist wie von einem König Ludwig II. oder einem Freddy Mercury, ihr Leben als LGBTQ*-Personen, das war in ihrer Zeit nur der Szene selbst bekannt oder ganz wenig Eingeweihten. Heute macht es diese Leute mit ihrer Kunst zum Kult.
Wie sieht das aber heute aus? Gibt es noch Volkssänger:innen in einem ganz anderen Sinne? Lohnt es sich heute noch, verklärt auf die Isar angesichts ihrer Renaturierung und ihrer Eigenschaft als, manchmal unerlaubte, Feierzone zu schauen? Was besingt man heute? Oder bleibt uns nur der nostalgische Rückblick? Dem stellt sich unser Abend, weicht dem aus, gibt andere Antworten oder stellt ganz andere Fragen.
Idee & Konzept: Alexander Strauch
Künstlerische Organisation & Konzept: Caio de Azevedo, Fabian Blum, Abigél Varga, Sarah Luisa Wurmer
Komponist:innen
Caio de Azevedo, Fabian Blum, Alexander F. Hooper, Katrin Klose, Minami Nagai, Tom Smith
Texte
Sören Sarbeck
Mitwirkende
Oriel Marengo Ruiz (Kontrabass), Lucas Cortoos (Gesang, Bally Prell-Imitation), Eva Kuhn, (Mezzosopran), Ratko Pavlovic (Akkordeon), Lisa Schöttl (Hackbrett), Sarah Luisa Wurmer (Zither, Yatga)
Die bereits nach dem 2. Weltkrieg genderfluide Münchner Volkssängerin Bally Prell wusste schon immer, was das Schönste in München ist: die Isar. Daher komponierte für sie ihr Vater Ludwig Prell „Das Isarmärchen“, das es original, wie in vielen gebrochenen oder traditionellen Variationen bis heute zu großer Bekanntheit als Hommage an München und sein Nachtleben brachte.
Die Zeit der Münchner Volkssänger wie Bally Prell, Wastl Witt, Blädel Schorsch, Liesl Karlstadt und Karl Valentin ist lange vorbei. Die klassische Zeit des Polit-Kabaretts ist mit Schliessung der „Lach- und Schiessgesellschaft“ ebenfalls vorüber. Die Zeiten von pompösen Drag-Shows im „Old Mrs. Henderson“ oder gar eine „Black-‘n’-White-Party“ im Stile von Freddy Mercury in München – passé, wie die Protagonist:innen von damals längst verblichen sind.
Aber die Erinnerung daran ist immer noch hellwach. Doch die Zeiten haben sich geändert. Was damals schön war, ist heute Reminiszenz. Was sich seinen Weg gebahnt hat: das Bewusstsein für die Gleichberechtigung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Trans:personen. Was von Bally Prell bekannt ist wie von einem König Ludwig II. oder einem Freddy Mercury, ihr Leben als LGBTQ*-Personen, das war in ihrer Zeit nur der Szene selbst bekannt oder ganz wenig Eingeweihten. Heute macht es diese Leute mit ihrer Kunst zum Kult.
Wie sieht das aber heute aus? Gibt es noch Volkssänger:innen in einem ganz anderen Sinne? Lohnt es sich heute noch, verklärt auf die Isar angesichts ihrer Renaturierung und ihrer Eigenschaft als, manchmal unerlaubte, Feierzone zu schauen? Was besingt man heute? Oder bleibt uns nur der nostalgische Rückblick? Dem stellt sich unser Abend, weicht dem aus, gibt andere Antworten oder stellt ganz andere Fragen.
Idee & Konzept: Alexander Strauch
Künstlerische Organisation & Konzept: Caio de Azevedo, Fabian Blum, Abigél Varga, Sarah Luisa Wurmer
Komponist:innen
Caio de Azevedo, Fabian Blum, Alexander F. Hooper, Katrin Klose, Minami Nagai, Tom Smith
Texte
Sören Sarbeck
Mitwirkende
Oriel Marengo Ruiz (Kontrabass), Lucas Cortoos (Gesang, Bally Prell-Imitation), Eva Kuhn, (Mezzosopran), Ratko Pavlovic (Akkordeon), Lisa Schöttl (Hackbrett), Sarah Luisa Wurmer (Zither, Yatga)